escape

nordpolimherzen

„Ich will wissen, wo dein Norden ist.“ Flüsterst du mir leise ins Ohr, während wir einfach nur da liegen, die Decke quer über unsere Beine. Ich greife nach deiner Hand und zeichne dir mit Fingerkuppen einen Kompass auf das linke Handgelenk. „Da, wo mein Herz am Lautesten pocht.“ Sage ich leicht überhörbar, lege meine Hand hinter deinem Kopf und drücke ihn an meine Brust. Und du hörst es schlagen, mein Herz. So laut, dass es den prasselnden Regen, auf unseren Lippen übertönt. Du schaust mich an. Deine Blicke schreiben mir verblasste Sätze in die Augen: Schau mir in die Worte, bevor ich ziellos verschwinde. Und ich will dich halten, doch du hast deine Koffer schon lange vor uns gepackt. Noch betäubt von dem Gedanken, greife neben mich. Dein Platz neben mir, er ist leer und kalt. Du bist mein Norden – schon immer gewesen.
6.8.13 04:20
 


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